Montag, 04. Juli 2011

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Energiegipfel im Bundeskanzleramt

Bundeskanzler Werner Faymann hat am 1. Juli zu einem Energiegipfel mit Ministerinnen, Ministern,
Umweltschutzorganisationen und Vertretern der Energiewirtschaft geladen. Verständigt hat man sich darauf, dass nach Österreich künftig kein "grauer Strom" mehr fließen soll.

Man habe eine politische Einigung darüber erzielt, "dass wir künftig Klarheit über die Herkunft unseres Stroms haben wollen, einen eindeutigen Nachweis", erklärte Faymann nach dem Treffen. Dafür gebe es die Möglichkeit zu Regelungen im eigenen Land mittels Verordnungen und Gesetzen. Aber es sei auch ein europäisches Thema, weshalb auch außerhalb Österreichs eine durchgängige Zertifizierung nötig sei, sagte der Bundeskanzler. Die österreichische Bundesregierung werde sich daher auf europäischer Ebene weiterhin dafür einsetzen. Fragen der rechtlichen Umsetzung würden geprüft, so Faymann. Die Stromkennzeichnungsverordnung ist derzeit in Begutachtung.

Einig seien sich alle, dass Österreich atomstromfrei werden solle. Man müsse daher gemeinsam klären, "wie man auf mittlere Sicht Importe von Atomstrom verhindern kann", erklärte der Bundeskanzler. Die notwendigen Maßnahmen – auf nationaler und europäischer Ebene – sollen bei einem weiteren Energiegipfel im Herbst diskutiert werden.

Auch in die Umsetzung der österreichischen Energiestrategie sollen die Energiewirtschaft und NGOs intensiv eingebunden werden. Dabei gehe es gleichermaßen um eine Erhöhung der Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen, so Faymann. Im Kampf für eine Zukunft ohne Atomenergie brauche es einen nationalen wie auch europäischen und internationalen Schulterschluss, appellierte der Bundeskanzler. Von einem großen Erfolg des Anti-Atomgipfels sprachen auch die teilnehmenden Umweltschutz-Gruppen.

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Transparenz- und Antikorruptionspaket

Die Bundesregierung hat am 21. Juni im Ministerrat ein Transparenz- und Antikorruptionspaket angekündigt, das laut Bundeskanzler Werner Faymann im Herbst im Nationalrat beschlossen werden soll. Faymann nannte folgende legistische Aufgabenbereiche: Medientransparenzgesetz, Lobbyisten- und Interessenvertretungsgesetz, Parteispendentransparenz sowie Transparenz für Abgeordnete, Offenlegung der Einkünfte und Neuregelung der Immunität. "Wir sind gegen jede Art von Bestechlichkeit, gegen jede Art von Grauzone im Lobbyingbereich, gegen alle Vorkommnisse, die in der Vergangenheit bekannt geworden sind", unterstrich Faymann.

Beschlossen wurde fürs Erste das Medientransparenzgesetz für mehr Transparenz bei Regierungsinseraten. Künftig sollen Bundesministerien, Länder, Gemeinden, Unternehmen der öffentlichen Hand sowie Kammern – insgesamt rund 4.600 Rechtsträger – dazu verpflichtet sein, die Summe der Ausgaben für Inserate, Werbeaufträge und ähnliche Formate halbjährlich an die Medienbehörde Komm-Austria zu melden. Die Strafen bei Nichtmeldung können im Wiederholungsfall bis zu 60.000 Euro betragen.

Die politische Einigung über das Lobbyisten- und Interessenvertretungsgesetz sei grundsätzlich erfolgt, die Übermittlung zur Begutachtung sei in Vorbereitung, erklärte der Bundeskanzler. Mit dem Gesetz könne man künftig überprüfen, wer wofür tätig sei bzw. das auch ausweise, so Faymann. Kernstück des Lobbyistengesetzes ist demnach ein Register für Interessenvertreter. Man wolle niemanden behindern, sondern nur ermöglichen, nichts "verheimlichen" zu müssen. Schließlich schütze das neue Gesetz auch Unschuldige, sagte Faymann. Künftig soll es auch strafbar sein, einen Gesetzesvorschlag oder eine parlamentarische Anfrage gegen Geld einzubringen. Die Sanktionen könnten bis zum Mandatsverlust reichen.

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Bundeskanzler Faymann: Steuerreform noch 2013

Bundeskanzler Werner Faymann unterstrich in der "ORF-Pressestunde" am 26. Juni seine Absicht, noch 2013 eine Steuerreform beschließen zu wollen. Damit sollen Arbeitnehmende entlastet werden. Vermögensbezogene Abgaben wären dabei zu berücksichtigen. Zunächst jedoch liege der Arbeitsschwerpunkt der Bundesregierung auf der Förderung des Wirtschaftswachstums und einer Reform des Bildungssystems, so der Bundeskanzler.

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Kinderbetreuung: Quote bei Drei- bis Fünfjährigen erstmals über 90 Prozent

Laut Statistik Austria beträgt die Kinderbetreuungsquote in Österreich bei den 3- bis 5-jährigen erstmals über 90 Prozent. Bei den 0- bis 2-jährigen Kindern liegt die Betreuungsquote bei 17,1 Prozent, hier findet sich Wien mit 28,1 Prozent an der Spitze, wobei jedoch auch dieses Bundesland die EU-Zielvorgabe (Barcelona-Ziele) von 33 Prozent verfehlt. Die Bundesregierung wird daher erneut Mittel zum Ausbau der Betreuungseinrichtungen zur Verfügung stellen.

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Bundeskanzler Faymann bei EU- Gipfel

Bereits im Vorfeld des Brüsseler Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs am 23./24. Juni stellte Bundeskanzler Werner Faymann vor dem Nationalrat klar, dass die Finanzhilfe an Griechenland nur bei Erfüllung der EU-Bedingungen durch die Regierung in Athen ausbezahlt werde. Nach dem Gipfel begrüßte Faymann die Ankündigung von EU-Kommissionschef José Manuel Barroso, Griechenland 1 Mrd. Euro aus den Regionalhilfen vorzeitig auszuzahlen. Damit solle das Wachstum in Griechenland angekurbelt werden. Den EU-Beitritt Kroatiens nannte Faymann ein "wichtiges Signal für den Westbalkan".

Die Annahme des von Ministerpräsident Georgios Papandreou vorgelegten Sparpakets durch das griechische Parlament am 29. Juni bezeichnete Faymann als "wichtige Entscheidung auf dem Weg zur Stabilisierung".

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Bundespräsident Fischer: Griechenland-Hilfe wichtig für Europa

Bundespräsident Heinz Fischer hat am 3. Juli in der ORF-Pressestunde die Finanzhilfe für Griechenland als "wichtig und richtig" bezeichnet. Ein Kollaps Griechenlands hätte Konsequenzen für ganz Europa – auch für Österreich und seinen Bankensektor, so Fischer. Eine Beteiligung der Banken begrüßte das Staatsoberhaupt, dies wäre "gerecht und sinnvoll". Weiters sprach sich Fischer für eine europaweite Finanztransaktionssteuer aus.

Finanzministerin Maria Fekter hat nach einer Telefonkonferenz aller Euro-Finanzminister am 3. Juli erklärt, das zweite Rettungspaket für Griechenland werde rund 80 Mrd. Euro umfassen und müsse "spätestens bis September im Detail festgelegt" sein. Der bevorstehenden fünften Tranche von 12 Mrd. Euro im Rahmen des ersten Hilfspakets (Gesamthöhe 110 Mrd. Euro) hätten die Euro-Finanzminister grundsätzlich zugestimmt, sagte Fekter, allerdings müsse noch der IWF grünes Licht geben. Der österreichische Anteil beträgt 153 Mio. Euro.

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Otto Habsburg-Lothringen gestorben

Otto Habsburg-Lothringen, Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und ehemaliger Alterspräsident des Europaparlaments, ist am 4. Juli in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Pöcking am Starnberger See im Alter von 98 Jahren verstorben. Otto Habsburg, ältester Sohn des 1918 entthronten letzten österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Karl I. (IV.), war von 1979 bis 1999 Abgeordneter der bayerischen CSU im Europaparlament. Er besaß die deutsche, österreichische und ungarische Staatsbürgerschaft.

Im Außenpolitischen Ausschuss des Europaparlaments setzte sich Habsburg u.a. für die Länder des damaligen Ostblocks und das Selbstbestimmungsrecht der Völker sowie für eine rasche EU-Osterweiterung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 ein. Er war Initiator des "Paneuropäischen Picknicks" an der österreichisch-ungarischen Grenze, bei dem mehr als 600 DDR-BürgerInnen nach Österreich flüchteten.

Bundespräsident Heinz Fischer sprach der Familie seine "aufrichtige Anteilnahme" aus, Bundeskanzler Werner Faymann zeigte sich "sehr betroffen" und würdigte Habsburg als "historische Persönlichkeit, deren Leben mit der österreichischen Geschichte vielfältig verbunden war".

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Israels Außenminister in Wien

Der israelische Außenminister Avigdor Liebermann ist am 30. Juni in Wien mit Außenminister Michael Spindelegger zusammengetroffen. Themen waren u.a. der Nahost-Friedensprozess, die Zukunft der palästinensischen Gebiete sowie die bilateralen Beziehungen. Österreich setzt sich für eine Fortsetzung der direkten Nahost-Friedensgespräche ein.

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Bundespräsident Fischer in Ljubljana

Bundespräsident Heinz Fischer nahm am 24. Juni in Ljubljana an den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Sloweniens teil. Die "sehr guten" bilateralen Beziehungen seien durch den jüngsten Ortstafel-Kompromiss weiter "stabilisiert" worden, so Fischer.

Den kürzlich mit Slowenen-Vertretern erzielten Kompromiss in der Kärntner Ortstafelfrage nannte Fischer in der ORF-Pressestunde am 3. Juli eine "Sternstunde". Neue Verhandlungen über das Volksgruppengesetz lehnte er ab.

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Chef der libyschen Rebellen in Wien

Mahmoud Jibril, Chef des Exekutivrates der libyschen Rebellen, hat am 30. Juni bei Gesprächen in Wien Zugang zu international eingefrorenen Finanzmitteln Libyens gefordert. Außenminister Michael Spindelegger will prüfen lassen, ob ein Auftauen der Gelder möglich sei. Österreich werde in Kürze 20 Tonnen an Hilfsgütern nach Libyen senden, so Spindelegger. Österreich erkenne den nationalen Übergangsrat als legitimen Vertreter des libyschen Volkes an.

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Arbeitslosigkeit sank im Juni um 2,3 Prozent

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist auch im Juni – und damit den 16. Monat in Folge – gesunken. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ging im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent auf 207.944 Personen zurück. Inklusive Schulungsteilnehmenden waren Ende Juni 268.866 Menschen ohne Job – gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 5,5 Prozent. Bei Männern, Jugendlichen und Inländern sank die Arbeitslosigkeit, bei Frauen, AusländerInnen und Älteren hingegen stieg sie.
Deutlich zugenommen hat die Beschäftigung: Sie erreichte im Juni mit einem Plus von 63.000 aktiv Beschäftigten einen neuen Rekord. Bei den gemeldeten offenen Stellen gab es ein neuerliches Plus von 7,9 Prozent auf 36.653.

Überdurchschnittlich ging im Juni die Industriearbeitslosigkeit zurück, und zwar um 15,7 Prozent, womit beinahe das niedrige Niveau der Hochkonjunkturjahre 2007 und 2008 erreicht wurde. Auch am Bau (-8,8 Prozent), im Handel (-4,3 Prozent) und im Tourismus (-3,9 Prozent) sank die Arbeitslosigkeit deutlich.

Die Kurzarbeit ist praktisch vorbei: Statt zehntausenden Kurzarbeitenden am Höhepunkt der Krise gab es per Ende Juni österreichweit nur noch 227 Kurzzeitbeschäftigte. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank um 26,8 Prozent auf 4.804 Personen. Die Dauer der Arbeitslosigkeit verkürzte sich im Schnitt um zwei Tage auf 93.

Die Anzahl der Lehrstellensuchenden sank im Juni um 5,4 Prozent auf 3.959, die Zahl der offenen Lehrstellen stieg um 5,2 Prozent auf 3.063. Damit reduzierte sich die Lehrstellenlücke auf 896, was laut Sozialministerium dem Vorkrisenniveau entspricht. Für das neue Lehrjahr wurden dem Arbeitsmarktservice (AMS) 11.693 (+7,2 Prozent) offene Lehrstellen gemeldet. Somit werde sich der Lehrstellenmarkt in den kommenden Monaten weiter entspannen, zeigte sich Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer am 1. Juli erfreut. Für alle ohne Lehrstelle stehe weiterhin im Rahmen der Ausbildungsgarantie der Bundesregierung ein Ausbildungsplatz bereit, betonte Hundstorfer.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition lag im Juni bei 5,7 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Nach Eurostat-Berechnung betrug die Arbeitslosenquote in Österreich im Mai 4,3 Prozent (letzt verfügbarer Wert) - nach den Niederlanden (4,2 Prozent) weiterhin der zweitbeste Wert in der EU (9,3 Prozent; Eurozone: 9,9 Prozent).

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Wifo und IHS erhöhen Wachstumsprognose 2011

Dank einer unerwartet starken Expansion des Außenhandels und der Investitionen wächst Österreichs Wirtschaft heuer noch stärker als im Frühjahr angenommen. Wifo und IHS haben am 1. Juli die BIP-Wachstumsprognose von knapp 2,5 Prozent auf 3,0 Prozent angehoben. Für 2012 sehen beide Institute aber weiterhin nur einen realen Anstieg um rund 2 Prozent (Wifo: 1,8 Prozent, IHS: 2,1 Prozent).

Grund für die neuerliche Aufwärtsrevision des BIP 2011 sind ein überraschend kräftiges Anziehen der Warenexporte und Warenimporte sowie umfangreichere Ausrüstungsinvestitionen der heimischen Betriebe. Begünstigt wird dies von Impulsen der Weltwirtschaft, die sich heuer allerdings abschwächen dürften. Laut Wifo und IHS nehmen auch die internationalen Konjunkturrisiken zu, unter anderem wegen höherer Rohstoff- und Energiepreise, US-Schuldenkrise und Griechenland-Turbulenzen.

Wegen der teuren Energie, insbesondere der Ölpreise, steigt die Inflationsrate in Österreich heuer auf 3,2 Prozent (Wifo) bzw. 3,0 Prozent (IHS).

Das Beschäftigungsplus durch den Konjunkturaufschwung dürfte sich heuer verlangsamen, weshalb der Rückgang der Arbeitslosigkeit stagnieren werde, glauben die ExpertInnen.

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Geringere Agrarförderungen

Österreichs Bauern müssen sich ab 2014 auf deutlich geringere Agrarförderungen einstellen. "Eine Kürzung von 10 Prozent steht im Raum", erklärte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich am 29. Juni. Eine "extreme Kürzung" wie von EU-Budgetkommissar Janusz Lewandowski gefordert, habe man aber verhindert, so der Minister. Die jährlichen Verluste könnten bis zu 150 Mio. Euro betragen.

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greenEXPO 2011

Vom 24. bis 26. Juni fand in Wien bei freiem Eintritt die Öko-Messe greenExpo11 statt. Dort standen unter anderem Hybrid- und E-Fahrzeuge für Testfahrten bereit. Umweltminister Nikolaus Berlakovich begrüßte bei einer Pressekonferenz die "große Leistungsschau für Leben mit Rücksicht auf den Planeten".

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Unternehmensinsolvenzen gesunken

Die Unternehmensinsolvenzen sind in Österreich im ersten Halbjahr 2011 um 5,4 Prozent auf 3024 Fälle gesunken. Bei den Privatkonkursen gab es hingegen einen Anstieg um 8 Prozent auf 4970 Personen, besagen jüngste Zahlen des Kreditschutzverbandes (KSV) 1870.

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Tiroler Festspiele Erl

Die 14. Tiroler Festspiele Erl präsentieren vom 7. bis 31. Juli 2011 ein vielseitiges Programm aus Opern, Symphonie- und Kammerkonzerten, Liederabenden und einer Matinée der Osttiroler Musicbanda Franui. Die Gesamtleitung liegt bei Festspielgründer und -intendant Gustav Kuhn, der auch für Dirigat, Regie und Licht verantwortlich zeichnet. Das Opernprogramm bietet mit der Neuproduktion von "Tannhäuser" und den Wiederaufnahmen von "Die Meistersinger von Nürnberg" sowie "Parsifal" einen Querschnitt durch den "Wagner-Kosmos". Die Festspiele stellen sich dabei mit ihrem Wagner-Gesamtzyklus der großen Aufgabe, nicht modische, zeitgebundene Interpretationen zu bieten, sondern durch kontinuierliche Arbeit Referenzaufführungen herzustellen. Zu den Konzertaufführungen gehören neben Fixpunkten wie Beethovens "9. Symphonie" oder Verdis "Messa da Requiem", (Ur-) Aufführungen zeitgenössischer Werke wie Elmar Lampsons "Passacaglia für großes Orchester" von 2008 und Werke der Komponisten Nebjosˇ a Živkovic´ und Zoltán Kodály. Der ungarische Dirigent György Ráth gibt dabei sein Debüt. Neben der "Missa ad venerationem artium et vitae" (2001/2011) von Paul Engel sorgt die Osttiroler Musicbanda Franui für Tiroler Akzente: Mit dem "Ständchen der Dinge" stellt sie ein Kaleidoskop ihrer Beschäftigung mit dem Liedschaffen des 19. Jahrhunderts vor. (Für ihre Interpretation von Mahler-Liedern wurde sie im Juni von Radio Ö1 mit dem Pasticciopreis ausgezeichnet.) Auf dem Gebiet der Kammermusik liegt der Schwerpunkt auf der Wiener Schule, aber es stehen auch zahlreiche Uraufführungen von Werken zeitgenössischer Komponisten auf dem Programm. Ein Highlight ist dabei das Minguet Quartett (Echo-Preisträger 2010). Derzeit wird ein wintertaugliches Festspielhaus mit mehr als 800 Sitzplätzen und einem großzügigen Orchestergraben errichtet, das Dezember 2012 eröffnet werden soll. www.tiroler-festspiele.at

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Kammermusikfest Lockenhaus 2011

Diese 1981 gegründete Institution der Kammermusik feiert vom 7. bis 17. Juli im 1000-Einwohner Ort Lockenhaus im Mittelburgenland unter dem Motto "Kompromisslos-Jung" ihr 30-jähriges Bestehen, wobei die Organisation in den Händen von Pfarrer Josef Herowitsch und zahlreichen Freiwilligen liegt. Die Kammermusik, die in der Wiener Klassik einen Höhepunkt erfuhr und in der Romantik zum bevorzugten Experimentierfeld von Komponisten wurde, bietet den unter der Leitung von Gidon Kremer versammelten Künstlern auch heute viele Möglichkeiten, zum gemeinsamen Experimentieren in jeweils neuen Besetzungen aufzutreten. Das Publikum kann bei den frei zugänglichen Proben den Prozess der Erarbeitung der Musikstücke miterleben. Erst 48 Stunden vor der Aufführung wird bekannt gegeben, was im nächsten Konzert zu hören sein wird – das kann Klassik wie auch Musik des 20. Jahrhunderts sein. Obwohl hier viele Solisten-Karrieren ihren Anfang nahmen, blieb die Atmosphäre des Festivals familiär - bei gleichzeitiger hoher künstlerischer Leistung. Dabei wurden mit dem ehemaligen Kloster Lockenhaus, der Pfarrkirche und der Burg Lockenhaus attraktive Aufführungsorte gewonnen. Lockenhaus machte sich dadurch verdient, dass es zur Zeit des Eisernen Vorhangs Musiker und Komponisten einlud, die in ihrer Heimat kaum Beachtung fanden oder verfolgt wurden. Mit der Lockenhaus-Academy, die jedes zweite Jahr abgehalten wird, wurde ein Zentrum zur Förderung von Nachwuchstalenten geschaffen. www.kammermusikfest.at

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21. Jazz Fest Wien 2011

Nach dem Eröffnungskonzert – ein Charity-Event für die United Nations Women’s Guild – mit Marianne Faithfull, die ihr neues Album vorstellte und dem Kanadier Matt Dusk, sowie den Auftritten von u.a. Cesaria Evora, Al di Meola, Earl Klugh, Bryan Ferry, Madeleine Peyroux und Sergio Mendes stehen unter Veranstalter Fritz Thom noch bis 17. Juli Größen von Africana (Seun Kuti & Egypt 80), Blues (Cyndi Lauper, Dr. John und Trombone Shorty sowie Gitarrist Walter Trout), Soul (Betty LaVette), Gospel (die legendären Blind Boys Of Alabama) und Jazz (Liza Minelli, Thomas Quasthoff) auf dem Programm. Hinzu kommen u. a. Jazz-Pianist Dwiki Dharmawan mit seinem World Peace Ensemble, Sängerin Youn Sun Nah, Gitarrist Ulf Wakenius, die Voices of Harlem mit HipHop-Gesängen, die Black Country Communion, John Lee Hooker Jr., Terje Rypdal, Magnus Öström sowie das radio string quartet vienna, Saxofour, Wolfgang Muthspiel, Fritz Pauer. Auf der Summerstage treten Sabina Hank, Clara Blume und Maria Ivanova auf. Auch 2011 finden das sonntägliche Jazz-Frühschoppen und die Präsentation hochkarätiger Jazz-Filme am Rathausplatz statt. www.viennajazz.org/

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La Strada - Internationales Festival für Straßen- und Figurentheater in Graz

Das 1998 gegründete Festival La Strada findet 2011 unter der Intendanz von Werner Schrempf vom 29. Juli bis 6. August statt. Bespielt werden die Straßen, Plätze und Höfe der Stadt Graz, aber auch Theaterräume, wie die Grazer Oper und der Dom im Berg sowie mit ausgewählten Produktionen die Orte Stainz und Weiz. Zu Beginn des Festivals lag der Schwerpunkt auf der Präsentation von unbekannten Formen des Straßentheaters, in der Zwischenzeit wurde der Fokus auf Figurentheater und Cirque Nouveau ausgeweitet. Gleichgeblieben sind die Auseinandersetzung mit dem urbanen Umfeld und den Menschen, der unkomplizierte und barrierefreie Zugang zu den Vorstellungen, die Experimentierfreudigkeit sowie Lust und Neugier nach innovativen Performances auf hohem Niveau. Dabei wird mit international renommierten Künstlern kooperiert, die abseits vom Theater nach neuen Ausdrucksformen suchen. Durch die Einbindung in das Straßenkunst-Netzwerk IN SITU, das von der EU gefördert wird, wirkt La Strada außerdem als Impulsgeber und Produzent europaweit gezeigter Theaterarbeiten. (Die Europäische Kommission wählte das 5-Jahres-Projekt "Meta - Urban Metamorphoses" in ihr Kulturprogramm und fördert damit "künstlerische Antworten auf brennende Fragen des urbanen Zusammenlebens".) Es werden aber auch Produktionen präsentiert, die einzigartig für die Stadt Graz entwickelt wurden. www.lastrada.at

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Festival Retz "Offene Grenzen” 2011

Im idyllischen Weinort Retz findet vom 7. bis 17. Juli unter der Leitung von Alexander Löffler zum siebenten Mal das Festival "Offene Grenzen" statt, das heuer einer Komposition der Klassischen Moderne – Benjamin Brittens "The Burning Fiery Furnace – Die Jünglinge im Feuerofen" gewidmet ist. Die Kirchenoper stellt die Themen Vertreibung, Integration und kulturelle Identität in den Mittelpunkt – Themen, die im Literaturprogramm widergespiegelt werden. (Es lesen AutorInnen mit Migrationshintergrund.) Die grenzüberschreitende Partnerschaft mit dem Musikfestival Znojmo wird 2011 fortgesetzt. www.festivalretz.at

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Museum Liaunig

Mit dem 2008 im Kärntner Neuhaus eröffneten beeindruckenden Museumsbau von querkraft architekten erfüllten sich der Industrielle und Kunstsammler Herbert W. Liaunig und seine Familie den Wunsch, ein adäquates Ambiente für ihre Sammlungen zeitgenössischer Kunst (fast 3000 Werke) zu schaffen. Das Museum verfügt über eine der größten Sammlungen österreichischer Nachkriegskunst, ergänzt durch markante Werke ausländischer Maler und Plastiker (u.a. Tony Cragg, Robert Motherwell und Georges Mathieu), und schließt damit eine Lücke in der Museumslandschaft. Einen interessanten Kontrapunkt bildet die sogenannte "Goldkammer", eine Sammlung von Schmuck- und Kultobjekten afrikanischer Stämme, die unter dem Namen Akan zusammengefasst werden. Das Museum ist bis 31. Oktober mit einer neuen Ausstellung im Rahmen von Führungen nach Terminvereinbarung für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. In einem von Peter Baum, Silvie Aigner und Peter Liaunig kuratierten ersten Teil unter dem Titel "Realität und Abstraktion I - Figurative und expressive Konzepte von 1980 bis heute" werden expressiv-gestische Tendenzen in Malerei, Skulptur und Grafik in den Mittelpunkt gestellt, wobei die österreichischen Positionen durch Beispiele internationaler Künstlerinnen und Künstler ergänzt werden. 2012 wird sich Teil 2 mit konkreten und reduktiven Positionen beschäftigen.
In den 80er-Jahren erfolgte eine Konzentration auf das Tafelbild. Mit den Künstlern der "Neuen Wilden" wie Alfred Klinkan, Siegfried Anzinger, Alois Mosbacher, Hubert Schmalix, Roman Scheidl, Gunter Damisch, Walter Vopava, Herbert Brandl, Erwin Bohatsch oder Hubert Scheibl werden wesentliche Vertreter der neoexpressiven Malerei in Österreich gezeigt, die auch international erfolgreich waren. Sie werden durch Arbeiten der von ihnen beeinflussten jungen Generation (wie Franco Kappl, Eva Wagner, Petra Sterry, Martin Schnur, Christian Schwarzwald, Bernd Koller u.a.) ergänzt. Neben größeren Werkgruppen einiger Künstler zeigt die Ausstellung auch eine große Auswahl zeitgenössischer Skulpturen und Objekte in einer generationsübergreifenden Zusammenstellung von österreichischen und internationalen KünstlerInnen. www.museumliaunig.at

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Restitution von Schiele-Werken

Der Kunstrückgabebeirat hat im Juni der Wiener Albertina empfohlen, fünf Blätter von Egon Schiele an die Erben nach Karl Mayländer zu restituieren. Das Naturhistorische Museum soll 176 Pflanzenbilder an die Erben nach Ernst Moriz Kronfeld zurückgeben. Im Fall fünf weiterer Schieles (nach Mayländer) im Leopold Museum empfahl die Michalek-Kommission ebenfalls die Restitution.

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Zukunft der pädagogischen Berufe

Alle Pädagogen – vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II – müssen in Zukunft einen Master haben. Das ist die wesentliche Änderung in der "PädagogInnenausbildung NEU", die Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsminister Karheinz Töchterle präsentierten. "Nur die Besten sollen an unseren Schulen unterrichten und dafür muss auch das beste Ausbildungssystem zur Verfügung stehen", erklärte Minister Töchterle.

Künftig müssen alle Pädagogen ein Bachelorstudium absolvieren, anschließend daran erfolgt eine Induktionsphase an den Schulen oder Kindergärten und in Verbindung damit wird der Master gemacht. Offen bleibt, welche Institution in Zukunft die Lehrerausbildung führend übernehmen soll: Pädagogische Hochschulen oder Universitäten. Fest steht nur, dass es in zehn Jahren keine Pädagogischen Hochschulen mehr geben wird, sondern nur noch Pädagogische Universitäten.

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Karlheinz Töchterle lädt Amtskollegen nach Bregenz

Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle hat am 25. Juni das vierte Treffen der "Salzburg-Gruppe" eröffnet, dessen Anliegen der Ausbau der Kooperation im Bereich der Forschungsinfrastrukturen ist. In Bregenz begrüßte der Minister seine AmtskollegInnen aus Mittel- und Osteuropa sowie Malta, Zypern und der Schweiz. "Regionales Forschungs- und Innovationsengagement hat einen zentralen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Europäischen Forschungsraums sowie auf Wachstum und Wohlstand in Europa", so der Minister.

Zum Abschluss wurde ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um ein regionales Forschungsnetzwerk im Bereich der Materialwissenschaften aufzubauen.

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Studie: Österreich bei erneuerbaren Energien erfolgreich

Konsequente Investitionen in die Energieforschung rechnen sich. Das belegt eine aktuelle Marktstudie zu erneuerbaren Energien, die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) erstellt wurde. Obwohl 2010 im Bereich erneuerbare Energien durch die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise ein schwieriges Jahr war, steht Österreich im internationalen Vergleich gut da. Unternehmen in den vier Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen erzielten 2010 mit 27.617 Beschäftigten 3,6 Milliarden Euro Umsatz. Energietechnik aus Österreich ist auch ein Exportschlager.

Die öffentliche Hand förderte die Energieforschung im Jahr 2010 mit mehr als 92 Millionen Euro - 63 Millionen davon kommen vom BMVIT. "Es freut mich, dass sich unsere Investitionen in die Energieforschung rechnen", sagt Infrastrukturministerin Doris Bures.

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Wahl der Exekutive der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH)

Der ÖH-Vorsitz bleibt in linker Frauenhand. Mit 56 von 83 Stimmen setzte sich Janine Wulz (Grüne und Alternative Studenten, Gras) gegen Bernhard Krall (AktionsGemeinschaft, AG) durch. Damit stellen die Gras erneut den ÖH-Vorsitz.

Doch im kommenden Jahr wird getauscht, Martin Schott von den unabhängigen Fachschaftslisten (FLÖ) wird das Ruder übernehmen. Die stimmenstärkste Fraktion, die Aktionsgemeinschaft (AG), wird wegen inhaltlicher Diskrepanzen nicht einbezogen: Während die Gras für freien Hochschulzugang eintritt, ist die AG für Zugangsregulierungen.

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Ministerratsprotokolle der Regierung Figl erschienen

In der Editionsreihe der Ministerratsprotokolle für die Zeit nach 1945, die das Bundeskanzleramt seit 1995 unterstützt, erscheint nun der 5. Band der auf 12 Bände ausgelegten Gesamtedition der Regierung Figl I.

Die wissenschaftlich kommentierte Gesamtedition der Protokolle des Ministerrates der Regierung Figl I stellt grundlegendes Quellenmaterial zu den ersten Jahren der Zweiten Republik zur Verfügung. Die Ministerratsprotokolle liefern damit wichtige Beiträge zur Erforschung des Wieder- und Neuaufbaues der staatlichen und politischen Organe Österreichs der Zweiten Republik. Herausgegeben wird die Reihe von der Österreichischen Gesellschaft für historische Quellenstudien unter Mitwirkung des Österreichischen Staatsarchivs.

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Neuer Supercomputer für die Wiener Wissenschaft

Österreichs Wissenschaft braucht Supercomputer. Die Technische Universität Wien (TU), die Universität Wien und die Universität für Bodenkultur (BOKU) stellen nun gemeinsam den VSC-2 vor – Österreichs schnellsten Großrechner. Auf der TOP500-Liste der leistungsfähigsten Computer der Welt nimmt der neue Wiener Wissenschaftscluster den beeindruckenden 56. Platz ein.

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Wien Austragungsort der 13. Makkabi-Spiele

Wien ist von 5. bis 13. Juli der erste Austragungsort der jüdischen Makkabi-Spiele im deutschsprachigen Raum. Mehr als 2.000 TeilnehmerInnen aus 40 Ländern werden erwartet. Damit ist die Bundeshauptstadt nach der Euro 2008 wieder Schauplatz einer großen internationalen Sportveranstaltung. Die Makkabi-Spiele sind eine jüdische Sportgroßveranstaltung ähnlich olympischen Spielen. Der Name Makkabi wird von den jüdischen Freiheitskämpfern, den Makkabäern, abgeleitet.

Die Spiele finden alle zwei Jahre statt. Als Austragungsort wechseln Israel und eine europäische Großstadt ab. Nach Rom 2007 und Israel 2009 ist 2011 Wien an der Reihe, 2013 wieder Israel.

Neben Wien hatten sich auch Stockholm, Madrid und St. Petersburg beworben. Wien habe den Zuschlag aufgrund der räumlichen Gegebenheiten erhalten. Es sei hier möglich, die Veranstaltungen ohne Überwindung großer Distanzen durchzuführen, so Julius Dem, Generalsekretär der Europäischen Makkabi-Spiele.

Bei den Makkabi-Spielen werden Medaillen in 19 Bewerben vergeben, unter anderem in Basketball, Fechten, Schach, Feldhockey, Bowling, Fußball und Tennis. Die Bewerbe werden großteils im und rund um das Hakoah-Sportzentrum im Prater ausgetragen. Das Hakoah-Sportzentrum wurde 2008 an seinem Originalstandort im Prater wiedereröffnet. Weitere Austragungsstätten sind u. a. das Wiener Ernst Happel-Stadion und Sporteinrichtrungen in Niederösterreich.

Makkabi ist der weltweit größte jüdische Verband, der beinahe in allen Ländern der Welt vertreten ist und insgesamt rund 400.000 Mitglieder zählt. Die 13. Spiele in Wien werden von Bundespräsident Heinz Fischer bei einer Feier auf dem Rathausplatz eröffnet. Unter den zahlreich mitwirkenden KünstlerInnen sind Timna Brauer und Neil Shicoff. Angekündigt haben sich auch Maximilian Schell, die Wiener Sängerknaben und Sarit Hadad, ehemalige israelische Song-Contest-Teilnehmerin.

Für jene Ehrengäste der Makkabi-Spiele, die Wien zum ersten Mal seit ihrer Vertreibung durch das Nazi-Regime besuchen, wird ein spezielles Rahmenprogramm angeboten, für deren Nachkommen gibt es ein "Educational Program" mit Führungen an die Schauplätze des jüdischen Wien.

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Special Olympics in Athen: 90 Medaillen für Österreich

Österreichs Sportlerinnen und Sportler haben bei den am 4. Juli mit der Schlussfeier im alten Olympiastadion Panathinaikon zu Ende gegangenen Special Olympics in Athen insgesamt 90 Medaillen erobert. 24-mal Gold, 32-mal Silber und 34-mal Bronze lautete die Erfolgsbilanz der 139 Sportlerinnen und Sportler bei der XIII. Auflage der Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung.

Diese Ausbeute ist geringfügig höher als bei den letzten Spielen 2007 in Shanghai, als Österreich mit 82 Medaillen nach Hause gekommen war. Die meisten Medaillen konnten die Powerlifter (Kraftdreisport: Bankdrücken, Kreuzheben und Kniebeugen) mit 17 Stück holen, im Tennis waren es 14 Medaillen, im Reiten 13. Empfangen wird die österreichische Delegation von Bundespräsident Heinz Fischer am kommenden Montag (11. Juli).

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